Aktuelles aus der Berufswelt
Diese Rubrik dient vor allem den Fachleuten aus des Bereichen des Wein- und Rebbaus. Sie finden dort technische Informationen oder Informationen aus ihren Berufsverbänden.
4. Januar - Schutzgebiet bezüglich der Goldgelben Vergilbung
Im Tessin wurde 2004 erstmals ein Herd der Goldgelben Vergilbung der Weinrebe festgestellt, während die übrigen Landesteile von der Krankheit bisher verschont blieben. Da die Alpennordseite seit 2009 als Schutzgebiet gilt, sind Pflanzen der Gattung Vitis dort strengeren Pflanzenschutzvorschriften unterworfen. Mehr Info
13. Dezember - Selbsthilfemassnahmen Wein: Ausdehnung auf Nichtmitglieder
Der Branchenverband Schweizer Reben und Weine möchte seine Selbsthilfemassnahmen auch für Nichtmitglieder durch den Bundesrat verbindlich erklären lassen. Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat am 13. Dezember 2010 das entsprechende Gesuch im Schweizerischen Handelsamtsblatt (SHAB) veröffentlicht. Mehr Info
13. Dezember - Weiterentwicklung des Agrarabkommens
Die Delegationsleiter der Schweiz und der EU haben heute zwei Beschlüsse zur Weiterentwicklung des Agrarabkommens von 1999 in den Bereichen Pflanzenschutz und Saatgut unterzeichnet. Mit der Anpassung des Abkommens wird insbesondere der Handel von Vermehrungsmaterial von Weinreben und zusätzlichen Pflanzensorten erleichtert. Zudem werden die Handelshemmnisse für Palmengewächse zwischen den Parteien aufgehoben. Die neuen Bestimmungen treten am 1. Januar 2011 in Kraft. Mehr Info
6. Dezember - Landwirtschaftliche Quellen von Pflanzenschutzmitteln in der Umwelt besser kennen
In welcher Region der Schweiz, auf welchen Betrieben und bei welchen landwirtschaftlichen Kulturen werden was für Pflanzenschutzmittel eingesetzt? Bisher waren solche Daten nicht in geeigneter Form verfügbar. Nun werden sie für ausgewählte Betriebe erhoben und von den Forschungsanstalten Agroscope Changins-Wädenswil ACW und Reckenholz-Tänikon ART genutzt zur Entwicklung von Agrar-Umweltindikatoren. Mit diesem Instrument soll der Weg von Pflanzenschutzmitteln aus der Landwirtschaft in die Umwelt besser nachvollzogen werden. Damit leistet Agroscope einen wichtigen Beitrag zur Beurteilung der Produktionssysteme bezüglich Nachhaltigkeit. Medienmitteilung der ACW
1. Dezember - Direktzahlungen und Liberalisierung: Das Bundesamt für
Landwirtschaft ist auf dem falschen Kurs!
SALS- Schweiz lehnt den programmierten Rückgang der landwirtschaftlichen
Produktion und eine zusätzliche Ökologisierung ab. Damit die Konzepte der
Ernährungssouveränität und sicherere Selbstversorgung umgesetzt werden können, müssen Rahmenbedingungen ausgearbeitet werden welche die landwirtschaftliche Produktion unterstützen. Medienmitteilung der SALS-Schweiz
30. November - Ökologisch Konsequente Landwirtschaft fördern
Der Bund soll seine Agrarpolitik stärker auf diejenigen Betriebe ausrichten, die konsequent auf der ganzen Betriebsfläche Leistungen für die Umwelt erbringen.
Diese Förderung systemorientierter Landbauformen, wie die Produktion nach Bio Suisse Richtlinien, wäre auch ein wichtiger Beitrag zur Verteidigung der wertschöpfungsstarken Marktanteile der gesamten Schweizer Landwirtschaft. Medienmitteilung der Bio-Suisse
30. November -Europäischer Umweltbericht: Eine bessere Nutzung der Ressourcen ist notwendig
Die Ergebnisse des Berichts über den Umweltzustand in Europa, die am 30. November 2010 in Brüssel veröffentlicht wurden, gelten auch für die Schweiz. Mit dem wachsenden Bedarf an natürlichen Ressourcen steigt der Druck auf unser Naturkapital: Biodiversität, Boden, Luft und Wasser. Eine effizientere Ressourcennutzung durch eine grüne Wirtschaft ist unerlässlich, um unsere Umwelt zu verbessern und unsere Wirtschaft zu stärken. Mehr Info
29. November - Agrarallianz zur Konkretisierung der AP 2014-2017:
Lebensmittelproduktion sowie multifunktionale Leistungen der Landwirtschaft mit weiterentwickelten Direktzahlungen stärken. Mehr Info
29. November - Der Überträger der Goldgelben Vergilbung entwickelt sich auch auf der Flora von Rebbergen
Die Goldgelbe Vergilbung ist eine gefährliche Krankheit der Rebe. Diese Quarantänekrankheit wird durch ein Phytoplasma verursacht. Seit 2004 tritt sie im Tessin auf. Ihre Bekämpfung ist obligatorisch und zielt in erster Linie auf den Überträger, die Kleinzikade Scaphoideus titanus, die in Europa als monophag auf der Rebe lebt.
Das Forschungszentrum Cadenazzo der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW hat zum ersten Mal das Vorkommen von Scaphoideus titanus auf der Flora von Rebbergen nachgewiesen. Das Insekt scheint in der Lage zu sein, sich auf den typischen Pflanzenarten der Flora in den Tessiner Weinbergen zu entwickeln. Diese neuen Erkenntnisse über die Biologie von Scaphoideus titanus ändern jedoch derzeit nichts an der empfohlenen Bekämpfungsstrategie. Mehr Info
24. November - Umweltfreundlich und rentabel
Eine Analyse der Ökobilanz von hundert Schweizer Landwirtschaftsbetrieben zeigt: Es ist möglich, umweltfreundlich zu produzieren und gleichzeitig ein gutes Einkommen zu erwirtschaften.
Sie zeigen, dass es möglich ist, umweltfreundlich zu produzieren und trotzdem ein gutes Einkommen zu erzielen. Allerdings gibt es auch Betriebe, die das nicht fertig bringen. Dies drückt sich in der sehr hohen Variabilität unter den Betrieben aus (beispielsweise schwankt das Treibhauspotenzial pro Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche bei den beteiligten Betrieben um einen Faktor von ca. 20). Gleichzeitig weist diese auf ein grosses Optimierungspotenzial hin. Welche Faktoren es jedoch sind, die zum Erfolg auf beiden Schienen gleichzeitig führen, ist aufgrund der Vielfalt schwierig zu ermitteln und wird Bestandteil zukünftiger Analysen sein. Mehr Info
24. November - Abkommen im Agrar- und Lebensmittelbereich: Bundesrat will weiter verhandeln
Ein Stopp der Verhandlungen mit der EU über ein Abkommen in den Bereichen Landwirtschaft, Lebensmittel- und Produktsicherheit sowie öffentliche Gesundheit würde den Spielraum der Schweiz unnötig einschränken. Der Bundesrat beantragt darum die Motion Darbellay (10.3818), die einen solchen Stopp fordert, zur Ablehnung.
Im November 2008 hat die Schweiz mit der EU Verhandlungen über ein Abkommen in den Bereichen Landwirtschaft, Lebensmittel- und Produktsicherheit sowie öffentliche Gesundheit (FHAL&GesA) aufgenommen. Damit will der Bundesrat dem zunehmenden Druck auf den Schweizer Grenzschutz im Agrarbereich begegnen. Ein Abkommen mit der EU soll neue Absatzmärkte für die Land- und Ernährungswirtschaft öffnen, die Wettbewerbsfähigkeit der Branche erhöhen und langfristig Arbeitsplätze in der Landwirtschaft und den vor- und nachgelagerten Bereichen sichern. Einige Bereiche des Abkommens weisen einen engen Zusammenhang mit den institutionellen Fragen auf, die die Schweiz und die EU momentan in einer informellen Arbeitsgruppe diskutieren. Es kann deshalb nicht abgeschätzt werden, wie lange die Verhandlungen noch dauern. Mehr Info
22. November - Umweltbeobachtung: Die Landschaft in der Schweiz ist unter Druck
Die Landschaft der Schweiz steht unter Druck. Auslöser dafür sind das Bevölkerungswachstum, steigender Wohnflächenbedarf, zunehmender Verkehr und die teilweise ungeordnete Siedlungsentwicklung. Zwischen 1983 und 2007 ist der Anteil von Siedlungen von knapp 6 auf fast 8% der Gesamtfläche der Schweiz angestiegen. Die Zersiedelung hat zwischen 1980 und 2002 um rund 15% zugenommen. Die Bodenversiegelung ist um fast 30% gestiegen. Seit 1996 existiert im Mittelland kein Quadratkilometer Landschaft mehr mit absoluter Dunkelheit während der Nacht. Dies sind Ergebnisse aus dem ersten Landschaftszustandsberichts des Bundesamts für Umwelt (BAFU). Mehr Info
19. November - Gründung des Schweizer Weinbauforums
Heute Morgen haben mehrere Schweizer Weinbauorganisationen das Schweizer Weinbauforum (forum vitivinicole suisse - FVVS) aus der Taufe gehoben. Das Forum bietet den verschiedenen Akteuren, die in der Forschung, Weiterbildung und Popularisierung aktiv sind, eine Plattform zum Austausch nicht nur untereinander, sondern auch mit Fachleuten aus dem Weinbaubereich. Das Forum vereinigt die Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil (ACW), Agridea, die Ingenieurschule Changins, Bio-Suisse, die Schweizer Oenologen (USOE) sowie Vitiswiss. Die Kantonalen Verantwortlichen des Weinbaus haben darin den Status als ständige Gäste. Medienmitteilung
2. November - Brennnesseln fördern Schwarzholzkrankheit bei Reben
Die Schwarzholzkrankheit bereitet den Winzern Sorgen. Neueste Ergebnisse der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW bestätigen, dass Brennnesseln den Krankheitserreger wie auch seinen Überträger beherbergen können. Brennnesseln spielen daher eine zentrale Rolle bei der Ausbreitung der Schwarzholzkrankheit. Doch Brennnesseln sind ökologisch wertvolle Futterpflanzen für viele Insekten – eine Bekämpfung soll daher massvoll und gezielt erfolgen. Medienmitteilung der ACW
19. Oktober - Hefepilze beeinflussen Weinaromen
Hefepilze spielen in der Weinbereitung eine wichtige Rolle – nicht nur bei der Gärung, sondern auch bezüglich Weinqualität. Doch bisher war es in Fachkreisen umstritten, ob Hefepilze überhaupt zusätzliche Weinaromen bilden und – wenn ja – ob diese Aromen über längere Zeit im Wein überdauern können. Experten der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW konnten nun erstmals nachweisen, dass Hefepilze tatsächlich stabile Aromen erzeugen. Dieses Wissen hilft mit, die Weinbereitung weiter zu optimieren. Medienmitteilung der ACW
7. Oktober - Reduzierter Einsatz von Fungiziden im Weinbau
Für eine qualitativ hochstehende Ernte ist der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Weinbau unumgänglich. Die Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW ermöglicht mit zwei Internet-Werkzeuge die eingesetzte Pflanzenschutzmittelmenge zu reduzieren. Einerseits werden durch zuverlässige Prognose des Falschen Mehltaus die Mittel gezielter eingesetzt, und andererseits kann durch eine einfache Methode die Dosierung der Pflanzenschutzmittel an die Blattfläche angepasst werden. Der Einsatz dieser beiden Internet-Werkzeuge erlaubt eine jährliche Reduktion der Menge der eingesetzten Pflanzenschutzmittel von über 30%. Medienmitteilung der ACW
27 . August - Land- und Ernährungswirtschaft 2025: Erfolg mit Nachhaltigkeit
Im Jahr 2025 soll die Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft mit einer ökonomisch erfolgreichen, ökologisch optimalen und sozial verantwortungsbewussten Nahrungsmittelproduktion die Bedürfnisse der Konsumenten und die Erwartungen der Bevölkerung erfüllen. Weil die kommenden Herausforderungen nur mit einer Ausweitung des Geltungsbereichs der Agrarpolitik zu meistern sind, schlägt das Bundesamt für Landwirtschaf (BLW) in einem Diskussionspapier eine Strategie auf zwei Säulen vor: zum einen wird die bisherige Agrarpolitik optimiert - zum Beispiel mit einem neuen Direktzahlungssystem -, zum andern wird sie in Richtung einer integralen Politik für Landwirtschaft und Ernährung erweitert. Mehr Info
26. August - Rebsorten: Die wichtigsten in der Schweiz angebauten Rebsorten
Dieses 130 Seiten umfassende Werk in Farbe, bereichert durch zahlreiche exklusive Abbildungen gemäss internationalem Beschreibungsstandard
(OIV), stellt 57 in der Schweiz angebaute Rebsorten vor. Es enthält ein Glossar zur Erklärung des Vokabulars sowie Zusammenfassungen über die Rebsorten und Klone.
Diese Publikation richtet sich an alle Fachleute im Rebbau sowie an alle Liebhaber von Reben und Weinen. Das Buch ist ein Gemeinschaftswerk der Ingenieurschule Changins und der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW. Herausgeberin ist AMTRA, Postfach 1006, 1260 Nyon.
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24. August - Die Rebe kann uns Gutes tun, indem sie ihre Feinde ausschaltet
Die Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW hat neue Rebsorten gezüchtet, die gegenüber Falschem Mehltau, Echtem Mehltau und Traubenfäule resistent sind. Damit kann der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln deutlich gesenkt werden. Diese Rebsorten verteidigen sich auf natürliche Weise, indem sie Substanzen produzieren, welche die erwähnten Schadpilze abwehren. Diese Substanzen finden sich im Wein wieder und gelten als gesund für Menschen. Sie sollen Herz-Kreislauf-Krankheiten und Krebs vorbeugen helfen. Medienmitteilung der ACW
29. Juli - Alkohol in Zahlen: Trend zu sinkendem Konsum setzt sich fort
Der jährliche Pro-Kopf-Konsum an alkoholischen Getränken in der Schweiz war 2009 erneut rückläufig: Er beträgt nun 8,6 Liter reinen Alkohol. Diese Zahlen bestätigen den sinkenden Trend, der sich seit zwanzig Jahren beobachten lässt. Obwohl der Gesamtkonsum rückläufig ist, tauchen neue, problematische Formen des Alkoholkonsums, wie beispielsweise das Rauschtrinken oder der Wochenendalkoholismus auf. Das totalrevidierte Alkoholgesetz, das sich derzeit in der Vernehmlassung befindet, enthält gezielte Massnahmen zur Bekämpfung dieser Probleme. Mehr Info
14. Juli - Bio Suisse begrüsst EU-Entscheid zu gentechnisch veränderten Pflanzen
Bio Suisse zeigt sich erfreut darüber, dass die EU ihren Mitgliedstaaten künftig mehr Selbstbestimmung im Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen einräumt. Mehr Info
12. Juli - Online-Weinshops sind im Kommen
Nach Einschätzung des Weinblogs weindegu.com, ist nicht einer der grossen Weinhändler wie Coop oder Denner online führend, sondern der Biowein-Versandhändler Delinat. Mehr Info
5. Juli - Ambrosia blüht bald - jetzt ausreissen!
Ambrosia kann im Garten, am Strassenrand oder auf Feld und Flur wachsen. Bald wird diese nordamerikanische Pflanze in der Schweiz Pollen bilden, die Allergien auslösen können. Um Ambrosia in die Schranken zu weisen, rufen Fachleute der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW im Rahmen ihrer Bekämpfungsstrategie dazu auf, diese gebietsfremde Pflanze auszureissen. Mehr darüber erfahren Sie in beiliegendem PDF.
25. Mai - Schweizer Pilzkrankheiten im Internet erfasst
Eine umfangreiche Sammlung von Pilzarten, vor allem Krankheitserreger von Kulturpflanzen, hat die Gruppe Mykologie an der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW über vier Jahrzehnte zusammengetragen. Diese Mykothek gibt einen guten Überblick über die Pilzkrankheiten in der Schweiz. Gleichzeitig ist sie eine gute Grundlage für die Forschung in diesem Gebiet. Da die Bedeutung dieser Sammlung über unsere Grenzen hinausgeht, soll sie über eine Computerdatenbank mit dem internationalen Projekt „Barcode of Life“ vernetzt und den Forscher-innen und Forschern sowie der Öffentlichkeit weit-gehend zugänglich gemacht werden. Mehr Info
19. Mai - Revision des Bundesgesetzes über die technischen Handelshemmnisse (THG): Inkrafttreten per 1. Juli 2010
Der Bundesrat hat am 19. Mai 2010 beschlossen, die Revision des Bundesgesetzes über die technischen Handelshemmnisse (THG) auf den 1. Juli 2010 in Kraft zu setzen. Gleichzeitig hat er dazu eine Vollzugsverordnung verabschiedet. Sie wird zusammen mit dem revidierten THG in Kraft treten. Mehr Info
18. Mai - Immer weniger Menschen arbeiten in der Landwirtschaft
Zwischen 2000 und 2009 ist die Zahl der Beschäftigten in der europäischen Landwirtschaft wiederholt deutlich gesunken. In den 10 Jahren haben EU-weit mehr als 3,7 Millionen Vollzeitarbeitskräfte den Sektor verlassen. Mehr Info.
18. Mai - Forschungsbienen gestohlen
In der Woche vom 12. bis 15. April wurden auf dem Gelände der Strafanstalt Bellechasse die Bienen der Forschungsanstalt Agroscope Liebefeld-Posieux ALP gestohlen. Mehr Info
17. Mai - Neue Analysemethoden im Dienste der Weinexporteure
Das Labor für Weinprüfung der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW erweitert sein Analyseangebot für Weinexporteure mit der Bestimmung einer neuen Substanz, des Natamycins. Der Einsatz dieses Fungizids und antimikrobiell wirkenden Stoffes ist für die Weinproduzenten in praktisch allen Ländern, darunter in der Schweiz, verboten. Letzten Dezember wurden in Deutschland Spuren dieser Substanz in Weinen argentinischer und südafrikanischer Herkunft nachgewiesen. Seither verlangen die japanischen Behörden eine Gehaltsbestimmung für sämtliche Wein-Importe. Zum Nachweis von Natamycin-Spuren im Wein bieten die Experten von ACW ab jetzt eine Schnelluntersuchungsmethode mittels Chromatographietechnik an. Mehr Info
10. Mai - Invasive Neophyten – uneingeladene Gäste
Die Vereinten Nationen haben 2010 zum Jahr der Biodiversität erklärt. Doch die biologische Vielfalt erleidet Jahr für Jahr markante Verluste. Die Ausbreitung von gebietsfremden Pflanzen, den so genannten invasiven Neophyten, ist ein Grund dafür. Sie verdrängen die einheimische Flora und Fauna. Die Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW widmet sich daher der Erforschung von invasiven Neophyten mit dem Ziel, eine für die Biodiversität nachteilige Ausbreitung zu verhindern. Mehr Info
4. Mai 2010 - Nützlinge schützen
Unter den Insekten und Spinnentieren finden sich Schädlinge wie Nützlinge. Letztere verrichten kostenlos Arbeit im Wert von vielen Millionen Franken. Fachleute der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW setzen sich deshalb für den Schutz der Nützlinge ein: Sie beurteilen das Risiko von Pflanzenschutzmittel-Einsätzen für die Nützlinge. Neu stehen auch die Gebiete im Fokus, die an landwirtschaftlich genutzte Flächen angrenzen, denn diese Orte stellen ein Reservoir für Nützlinge und eine Stütze für die Artenvielfalt dar. Mehr Info
30. April 2010 -Keine Begünstigung der Artenvielfalt in «Bio»-Weinbergen
In Weinbergen, in denen die Richtlinien für biologische Produktion eingehalten werden, kommen nicht mehr Tier- und Pflanzenarten vor als in solchen, die nach den Kriterien der integrierten Produktion (IP) bewirtschaftet werden. Dies ist die Schlussfolgerung einer Studie, die durch den Nationalen Forschungsschwerpunkt Plant Survival, ein von der Universität Neuchâtel geleitetes interdisziplinäres Netzwerk, mitfinanziert wurde. Die an der Universität Fribourg durchgeführte Studie ist soeben im Wissenschaftsmagazin Biological Conservation veröffentlicht worden. Mehr Info
28. April 2010 - ETH zerschlägt Departement für Agrar- und Lebensmittelwissenschaften
Die ETH Zürich löst das Departement für Agrar- und Lebensmittelwissenschaften Ende 2011 auf – nicht um zu sparen, sondern um die Kräfte zu bündeln, wie die Verantwortlichen beteuern. Mehr Info
21. April 2010 - WTO: Keine Lightversion für den Agrarfreihandel
Eine Doha-Runde der Welthandelsorganisation WTO mit weniger ambitionierten Zielen zum Abbau von Handelshemmnissen sei keine Lösung. Dies erklärte der WTO-Generaldirektor Pascal Lamy am 20. April in Uruguay. Mehr Info
21. April 2010 - Biodiversität in der Schweiz nimmt ab
Die Biodiversität in der Schweiz ist nach wie vor bedroht. Das Ziel, bis 2010 den Verlust zu stoppen, wurde nicht erreicht.Die Biodiversität in der Schweiz nimmt weiterhin ab, weil zu wenig für ihre Erhaltung und Förderung unternommen wird. Das ist die Schlussfolgerung einer Tagung zum Abschluss eines Forschungsprojekts des Forums Biodiversität Schweiz, dessen Ergebnisse jetzt als Buch veröffentlicht wurden. Mehr Info
20. April 2010 - Weinkonsum nimmt leicht ab
2009 haben die Schweizer weniger Wein getrunken als im Vorjahr. Dies obwohl mehr Wein importiert wird. Verlierer sind die Schweizer Winzer. Pressemitteilung vom BLW und Bericht "Das Weinjahr 2009"
19. April 2010 - Weinbauverbände gegen EU-Agrarfreihandelimmer
Die Schweizerische Vereinigung für einen starken Agrar- und Lebensmittelsektor (Sals) hat drei neue Mitglieder aus dem Weinbausektor. Mehr Info
16. April 2010 - US-Wissenschaftler warnen vor Herbizidresistenz
Mit dem zunehmenden Anbau von gentechnisch veränderten Kulturen in den USA wachsen Risiken wie Resistenzen. Sie müssten bei allen Vorteilen im Auge behalten werden, warnt der US-Forschungsrat NRC. Mehr Info
16. April 2010 - Walliser Winzer treten dem Schweizer Weinbauernverband wieder bei
Die Walliser sind wieder offizielles Mitglied des nationalen Verbandes. Dies konnte dessen Präsident Laurent Favre an der Jahresversammlung vom 15. April bekannt geben. Meinungsdifferenzen mit dem Verbandsvorstand führten 2007 zum Austritt der Walliser Winzer. Mehr Info
1. April 2010 - Weltweit wird weniger Wein getrunken
Der weltweite Weinkonsum ist im vergangenen Jahr vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise erneut zurückgegangen. Mehr Info
1. April 2010 - Strengere Regeln für den Berner AOC-Wein
Im Kanton Bern gelten ab dem kommenden Herbst einheitliche und strengere Regeln für Weine mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung (AOC). So darf ein Wein mit der Bezeichnung eines Orts auf der Flasche künftig noch maximal zu 15 Prozent verschnitten sein. Mehr Info
31. März 2010 - Neuer US-Agrarunterhändler für die WTO
Zumindest personell sind die USA jetzt für einen Abschluss der Doha-Runde der Welthandelsorganisation (WTO) ausgestattet. Islam A. Siddiqui wurde in dieser Woche zum Vertreter der USA für den Agrarteil ernannt. Mehr Info
29. März 2010 - Hagelversicherung muss Prämien erhöhen
Wegen den stark überdurchschnittlichen Schadenbelastungen der letzten zehn Jahre und die daraus resultierenden hohen Verluste muss die Schweizerische Hagelversicherung "Schweizer Hagel" die Selbstbehalte und Tarife nach oben anpassen. Mehr Info
29. März 2010 -Im Hightech-Gewächshaus landwirtschaftliche Schaderreger studieren
Feuerbrand, Tomatenwelke, Fadenwürmer und andere landwirtschaftliche Schaderreger – um sie zu untersuchen, hat die Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW ein neues Hightech-Gewächshaus in Betrieb genommen. Das hermetisch dichte Gebäude erlaubt es, die genannten Erreger direkt auf ihren Wirtspflanzen zu studieren – ein Vorgang, der im Freiland nicht zulässig ist. Damit können ACW-Fachleute Wissen erarbeiten, um landwirtschaftliche Schaderreger möglichst wirkungsvoll und umweltschonend zu bekämpfen. Mehr Info
22 März 2010 - Stickstoff und Weinqualität
Qualitätsweine entstehen, wenn man Trauben mit ausgewogenen Inhaltsstoffen verwendet und den Vergärungsprozess stets unter Kontrolle hat. In diesem Zusammenhang ist der Stickstoffgehalt in Trauben und Most wichtig – der so genannte assimilierbare Stickstoff ist für die alkoholische Gärung entscheidend. Die Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW untersucht, wie sich die Anbaumethoden auswirken auf den Gehalt an assimilierbarem Stickstoff in Trauben und Most. Diese Forschung soll es erlauben, Regeln zur Herstellung von Qualitätsweinen zu definieren. Mehr Info
12. März 2010 - Rekordexporte für Österreicher Weine
Der österreichische Weinexport stieg im Jahr 2009 mengenmässig um 16 Prozent auf 70 Millionen Liter an. Wertmässig stiegen die Exporte um 5,3 Prozent auf knapp 119 Millionen Euro. Mehr Info
11. Märzt 2010 - Ständerat für Qualitätsstrategie und heimisches Essen
Was auf Schweizer Tische kommt, soll in der Schweiz gewachsen sein. Zur Förderung des Absatzes heimischen Gemüses, Obsts und Weins hat der Ständerat am 11. März eine Motion angenommen. Mehr Info
10. März 2010 - Nationalrat will Botschaft zu neuem Direktzahlungssystem
Der Bundesrat soll dem Parlament bis Ende 2011 eine Botschaft zur Weiterentwicklung der Direktzahlungen an die Bauern vorlegen. Dies verlangt eine Motion der ständerätlichen Wirtschaftskommission, die der Nationalrat am 10. März mit 155 zu 46 Stimmen bei 9 Enthaltungen überwies. Mehr Info
25. Februar 2010 - Das Klima stresst die Rebe
Medienmitteilung von ACW
Umwelt-Faktoren beeinflussen das Gedeihen von Reben, eine Hauptrolle spielen dabei Wasser- und Temperatureinflüsse. Experten der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW befassen sich daher mit der Wasserreserve im Boden, der Verteilung der Niederschläge und dem Einfluss des Klimawandels. Diese Umwelt-Faktoren sind weitgehend für den Stress der Rebe verantwortlich. Dadurch häufen sich physiologische Störungen, welche im Verdacht stehen, die Qualität der Trauben und Weine zu beeinflussen. Mehr Info
Pflanzenschutzmittel verringern die Artenvielfalt
Die in der Landwirtschaft eingesetzten Spritzmittel sind nach einer europaweiten Studie der Hauptgrund für einen massiven Rückgang der Artenvielfalt auf Ackerböden und deren Umgebung. Mehr info
Ein amerikanischer Reben-Schädling ist im Tessin angekommen
Die aus Nordamerika stammende Rebenminiermotte Phyllocnistis vitegenella hat unsere Grenzen überschritten und ist 2009 in den Tessiner Rebbergen des Mendrisiotto beobachtet worden. Es handelt sich um einen Kleinfalter, dessen Raupen Miniergänge in den Blättern bohren. Der Schädling ist wahrscheinlich von Italien her in unsere Regionen eingewandert. In Europa wurde er zum ersten Mal 1994 in Venetien (Italien) gemeldet. Er kommt heute in verschiedenen Gegenden Nordostitaliens vor. 2004 wurde er in Slowenien und 2008 in Süditalien (Apulien) nachgewiesen. Die Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW wird die Entwicklung des Schädlings verfolgen, um seine eigentliche Schädlichkeit im Tessiner Umfeld zu ermitteln. Mehr Info und Foto.
Neuer Direktor der Beratungszentrale AGRIDEA
Der Vorstand der Vereinigung AGRIDEA hat am 27. Januar Ulrich Ryser zum neuen Direktor der AGRIDEA gewählt. Ulrich Ryser wird seine Tätigkeit am 1. Juli 2010 aufnehmen. Die neu geschaffene Funktion als Direktor der beiden Standorte Lindau und Lausanne wird er ab Inkrafttreten der Reorganisation der Beratungszentralen am 1. Januar 2011 wahrnehmen.
Agriadress 2010 ist erschienen
Ab sofort ist beim Landwirtschaftlichen Informationsdienst LID die neue Ausgabe des Agriadress erhältlich.
Wer Ansprechpartner im Agrarbereich sucht, findet die gewünschten Post- und elektronischen Adressen sowie Telefon- und Faxnummern in Agriadress 2010. Ein alphabetisches Inhaltsverzeichnis, ein Sach-, ein Personen- und ein Abkürzungsregister machen das in zweisprachiger Ausführung erscheinende Kompendium zu einem „Who is who“ der schweizerischen Landwirtschaft.
Die neue Ausgabe von Agriadress umfasst rund 500 Adressen von landwirtschaftlichen und landwirtschaftsnahen Organisationen und Institutionen auf nationaler, regionaler und kantonaler Ebene, geordnet nach Branchen. Ergänzt sind die Adressen mit den Namen der jeweils verantwortlichen Personen. Mehr Info
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Erfolgsgeschichten für eine schonende Bodennutzung Film 1: Vom Pflug zur pfluglosen Bodenbearbeitung | |
Der Asiatische Marienkäfer hat den Jahrgang 2009 verschont
Medienmitteilung von ACW - 15. Dezember 2009
Eine Kontamination der gelesenen Trauben mit dem Asiatischen Marienkäfer kann den Geschmack des Weins negativ beeinflussen. Die Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW hat daher diesen Herbst das Vorkommen des Marienkäfers in den Schweizer Rebbaugebieten untersucht. Vom Baselbiet bis ins Waadtland konnte kein einziges Insekt in den Trauben beobachtet werden.
Klimatische Bedingungen und Weinlese 2009
Medienmitteilung von ACW - 11. Dezember 2009
Die Weinlese begann dieses Jahr im September und schloss generell unter ausgezeichneten Bedingungen in der ersten Hälfte von Oktober ab. Die Oenologen haben somit qualitativ hochstehenden Rohstoff in den Händen. Die Bilanz der Weinlese für die Versuchsbetriebe der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW in den verschiedenen Rebbaugebieten der Schweiz ist sehr erfreulich, da die Rebe die klimatischen Bedingungen während der Reife besonders gut verwertete.
Pflanzenschutzmittel – wie viel im Gewässer?
Medienmitteilung von ACW - 16. November 2009
Weinanalytik weiter verbessern
Medienmitteilung von ACW - 12. November 2009
113 Jahre in einer Weinflasche überlebt
Medienmitteilung von ACW - 26. Oktober 2009
Eine neue exotische Pflanze etabliert sich in den Weinbaugebieten: das Südamerikanische Berufkraut
Medien Miteilung von ACW - 3. September 2009
84 Jahre Beobachtung der Reben-Entwicklung
Medien Miteilunf von ACW - 1. September 2009
Abwechslung im Pflanzenschutzmitteleinsatz hilft, Resistenzen zu vermeiden
Immer öfter beobachten Landwirte, wie Schädlinge, Krankheiten und Unkräuter gegenüber häufig eingesetzten Planzenstutzmittel Resistenzen entwickeln. Um das Risiko weiterer Resistenzentwicklungen möglichst gering zu halten, empfiehlt die Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW eine nachhaltige Bekämpfung von Schaderregern und das regelmässige Abwechseln zwischen einzelnen Wirkstoffgruppen.
Carbendazim in Weinbau: In der Europäischen Union wurden Fungizide mit dem Wirkstoff Carbendazim aus toxikologischen Gründen zurückgezogen. Vitiswiss hat deshalb entschieden, dass das carbendazimhaltige Präparat Sumico ab sofort für die Labelproduktion (=Zertifikat Vitiswiss) nicht mehr eingesetzt werden darf. In der ÖLN-Produktion kann Sumico jedoch gemäss bisheriger Bewilligung und Empfehlung weiterhin verwendet werden.
Mara, letztgeborene Rebsorte von Agroscope ACW: Die von der Forchungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW aus der Kreuzung Gamay x Reichensteiner gezüchtete Rebsorte "C41" wurde "Mara" getauft. Aufgrund der positiven Erfahrungen mit dieser Rebsorte, der gleichen Linie wie Gamaret und Garanoir, wurde in den Jahren 2008 und 2009 Standardvermehrungsmaterial bei Schweizer Rebschulisten zur Verfügung gestellt. Mehr Info
Das Weinjahr 2007, Dokument, welches das Bundesamt für Landwirtschaft am 15. April 2008 publiziert.
